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Bonsai Beach Cup 10./11.06.2017

Man nehme Ball, Sonne, Netz und Strand;
Hinzu Ostsee, Gurke, Zelt und Sand;
Nicht fehlen dürfen Ananas und Tomaten;
Sowie auch Grill, Bierfass und n Spaten.

… das Versmaß ist jetzt nicht so prall, deswegen nun genug mit dem „lyrischen“ Rumgeeier (ausgeschrieben sieht dieses Wort lustig aus – nehmt mal ein E weg, dann wisst ihr, welche Tiergattung sich Wochenende massenhaft am Dierhäger Strand versammelt hat). Zunächst einmal zur Einordnung dieser Textgattung. Von einem Spielbericht im herkömmlichen Sinne kann hier nur sehr bedingt die Rede sein. Aber ihr kennt das ja (Siehe: „Spielbericht“ Dierhagen 2016). Vielmehr möchten wir den wissenschaftlichen Anspruch unserer Tätigkeit hervorheben, somit handelt es sich hierbei um eine Studie.
Wir haben uns nämlich, und das wissen die Wenigsten, noch einer ganz anderen Passion verschrieben. Beachvolleyballturniere ausrichten ist schlichtweg ein Vorwand, um unsere wahre Leidenschaft zu tarnen. Wir lüften nun den Schleier eurer Unwissenheit. Das „SV“ in „SV Blau-Weiss Ostsee-Schmuck“ steht eben nicht für „Sportverein“, sondern für „Science Viewer“. Das bedeutet: wir beobachten zunächst erst einmal (was? Alles!), dann fassen wir die Beobachtungen in Hypothesen zusammen (in einem zwölfköpfigen Gremium hochangesehener Hopfensmoothie-Nascher) und schicken diese Erkenntnisse anschließend ungeprüft, als unwiderlegbare wissenschaftliche Tatsachen angepriesen, ans Max-Planck-Institut.
Die bedeutendsten und spektakulärsten fünf Erkenntnisse unserer wissenschaftlichen Arbeit des Wochenendes (10./11. Juni 2017) werden euch nun offenbar. Habt Anteil an unserer unermesslichen Weisheit, hierfür nehmt den nächstbesten Stift, den ihr finden könnt und fangt an, bedeutungsschwanger und mit zugekniffenen Augenbrauen auf eben diesem herumzukauen. Übrigens: das eigentlich Wichtige kommt erst jetzt, also wer sich die Mühe gemacht hat, alles Vorherige zu lesen, der hat wenigstens etwas für seine Lesekompetenz getan (aber nur, wenn der- oder diejenige denn laut gelesen hat). Jetzt geht es los.

Erkenntnis Nr. 1: Das Pavillonprotokoll
Freitag um 15 Uhr, das von uns bezahlte Strandreinigungsgerät hat gerade die gröbsten Findlinge aus dem Sand gepickt, treffen sich die Ostseeschmuggler frisch und munter am Strandaufgang 16, um den unpopulärsten Teil bei der Organisation eines Beachturniers zu absolvieren. Wir so am Aufbauen… Wetter nicht prächtig… Im Umkreis von zehn Kilometern herrschte bereits wettertechnisch Worl War Z, aber die berühmte Wetterschneise hielt sich äußerst hartnäckig (im positivem Sinne (oh, ich seh gerade, ich benutze ziemlich viele Klammern (ich hoffe, dass stört nicht den Lesefluss))). Schwuppdiwupp stehen Zelte, Felder, Bierwagen. Dann gegen 19 Uhr ein folgenschwerer Fehler unsererseits. Ob aus euphorischem Übermut oder laienhafter Nachlässigkeit, lässt sich im Nachhinein nur schwer sagen, aber wir bauten tatsächlich die Pavillons auf. Die Quittung schickte Odin prompt. Bei diesem Wetterchen, welches nun folgte und lediglich 15 Minuten andauerte, hätte nicht mal die härteste Ruhrpott-Hausfrau ihre Wäsche draußen aufgehängt. Aber da wir alle noch von Mutti waschen lassen, konnten wir das nicht recht ahnen, und waren letztlich etwas überrascht, als unsere frisch aus dem Wiglo-Wunderland erworbenen Pavillons ein störrisches Eigenleben entwickelten und sich majestätisch wie die drei Drachen aus Game of Thrones gen Dierhäger Abendhimmel erhoben. Das Strandgeläuf ähnelte Augenzeugenberichten vom D-Day. Felder am Boden zerstört, die Ostsee grollte auf. Lediglich ein frisch gemixter Ron Mulata im dunklen Orga-Zelt konnte an dieser Stelle unsere Stimmung ein wenig aufhellen (Ali, du bist genau zur richtigen Zeit gekommen). Dass der Bierwagen einen Faradayschen Käfig darstellt, ist uns bekannt, aber die Frage, ob dieser Blitzschutz auch für die Leute gilt, die vor dem Bierwagen stehen, muss unbeantwortet bleiben. Bitte meldet euch, wir wollen/müssen das wissen. Nun wiederhole ich mich: Rollin`, Bier, Flori hat Geburtstag, Weltverbesserungsvorschläge und Patentideen für automatische Rückenkratzer und Reise-Katheter (typisch Dierhagen eben).

Erkenntnis Nr. 2: Hypervitamose
81% aller teilnehmenden Beacher und auch ein bis zwei außenstehende nichtsahnende Passanten wurden Montag nach dem Turnier ins Krankenhaus eingeliefert. Zumindest vermuten wir das. Wir haben über Nacht ein medizinisches Forscherteam aus Oxford euren Stuhl im Toilettenhäuschen untersuchen lassen und wir haben leider feststellen müssen, dass wohl eine gefährliche Überversorgung an Vitaminen (Hypervitamose) während des Wochenendes stattgefunden hat. Na gut, wundern tut uns das nicht, aber wir haben euch mehrfach übers Mikro gewarnt. Aprikosen.. Gurken… Ananas… Tomaten… Melonen… Äpfel… Weintrauben… Bananen… (und da wundert ihr euch noch). Spaß beiseite. Der große Schlüpferstürmer (im wahrsten Sinne des Wortes) war wieder einmal unser reichhaltiges Vitaminangebot. Das werden wir beibehalten, denn es ist unser Erkennungsmerkmal. Wir entschuldigen uns hiermit aber trotzdem offiziell bei allen Geschädigten für die typischen Symptome der Hypervitamose (Magenschmerzen, Schlaflosigkeit, Durchfall, Kerne im Auswurf).

Erkenntnis Nr. 3: Heiratsantrag und der Lone Some Ranger am Feuer
Glück gehabt. Es hatte viel geregnet. Das Lagerfeuer durfte somit am Samstag zur Dämmerung direkt am Strand entfacht werden. Für diese ehrenvolle Aufgabe haben wir extra Ali einfliegen lassen. Dieser entzündete mit zwei selbst gesammelten feuchten Feuersteinen das üppige Gehölz, überwachte es die ganze Nacht beharrlich und unter Androhung von Haue, und wartete wirklich (!) , bis es aus war (Sand zum Löschen hatte er wohl gerade nicht zur Hand). Vielen Dank dafür! Ansonsten waren wir überrascht, wie viele Beacher sich noch am glimmenden Schalenkreis versammelten. Es war ein sehr entspannter Abend mit vielen Getränken, etlichen mündlich verbürgten Jobangeboten, Spielanfragen und hoch emotionalen Gesprächen (typisch Dierhagen eben). Erstmals gab es einen Heiratantrag am Feuer. Der entsprechende Beacher, den ihr alle kennt, wurde doch sehr bestimmt und fordernd von einer uns unbekannten Schönheit aufgefordert, sie zur Gemahlin zu nehmen. Eine Antwort blieb jedoch erst einmal aus, der entsprechende Mensch verschwand im Bierwagen, denn er hatte Durst. Fortsetzung folgt bestimmt nächstes Jahr, wir freuen uns darauf. Unsere Erkenntnis: Nicht immer ist das Erstbeste ist auch das Beste.

Erkenntnis Nr. 4: Direkte Proportionalität
Ach ja, Beachvolleyball wurde auch noch ein bisschen gespielt. Einige Nachrücker freuten sich über kurzfristige Startplätze. Schön, dass ihr deswegen extra gekommen seid. Die direkte Proportionalität bezieht sich auf den Umstand, dass wir die Beobachtung gemacht haben, je länger wir dieses Turnier ausrichten, desto höher wird das Niveau. Hochklassige und enge Spiele verzückten die zahlreichen Zuschauer und auch uns. Entsprechend der Leistungsdichte gab es dann auch viele Dreisatz-Spiele im Double-Out. Uns ehrt eure Anmeldebereitschaft für dieses Turnier im Vorfeld, wirklich. Gleichzeitig tut es uns leid, dass nicht alle spielen können, die angemeldet sind. Aber wir haben halt nur eine begrenzte Kapazität zur Verfügung. Unerklärlicherweise konnten wir bis heute nicht herausfinden, weshalb die Staffelspiele am Samstag bis halb sieben gingen (???). Dementsprechend verzögerten sich die Spiele im Double-Out, das tut uns leid. Wir analysieren dies und arbeiten daran, im nächsten Jahr etwas zügiger voranzukommen und fertig zu werden. Wir können uns nur bei euch entschuldigen, aber es war keine mutwillige Absicht unsererseits, den Umsatz am Bierwagen hochzuschrauben. Glückwunsch an die Sieger Gennerich/Belaschk und Schneider/Sprenger, und natürlich auch allen weiteren Platzierten. Das war wirklich großes (Beach)Tennis.

Erkenntnis Nr. 5: Wohl dem, der gute Freunde hat…
Viele Hände, schnelles Ende… Unermesslichen Dank an alle Helfer und Beteiligten für diese fantastische, familiäre und unkonventionell organisierte Turnier (subjektive Sichtweise). Ihr habt allen gezeigt, dass sich ein Verein nicht darüber definiert, ob er am Punktspielbetrieb teilnimmt, sondern darüber, dass Zusammenhalt und Aufopferung aller Beteiligten vorherrschend sind. Ich kann hier leider nicht alle namentlich nennen, aber ihr seid alle unvorstellbar cool. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie stolz ich auf euch und diesen Verein bin. Hier ein spezieller Dank an: Käpn (Doktovater I), Andy (Doktorvater II), Schulzi (thermische Überwachung der Brennstoffe), Familie Puls (Verwertung), Geli (Statistische Datenerfassung und – weiterverarbeitung), Andibar, Mexximum, Schatti II und Klausi (Technische Abmessassistenten für liquide Stoffzustände), Hannes (Statiker), Martina (Dokumentation), Magic (Auditive Erfassung) und und und…

auch ein großes Dankeschön an Steffen Bock und den activebeach e.V. für die beispiellose Unterstützung. Und ebenfalls ein großes Dankeschön an unsere Freunde aus Graal (Danke Uwe!!!).

Zuletzt das größte Dankeschön an euch, ihr süßen kleinen Beacher, die dieses Turnier erst zu dem machen, das es ist!!!

Viel Spaß und Erfolg auf den nächsten Turnieren. Wir freuen uns auf nächstes Jahr (aber erst ab Weihnachten). Bis dahin wünschen wir euch alles erdenklich Gute!

Haltet euch wuchtig!!!

Euer BWOS

>> Hier gibts die Bilder zum Wochenende <<