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Bonsai Beach Cup 09./10.06.2018

„Man nehme drei Esslöffel Zufriedenheit, eine Prise Glück und eine Hand voll Liebe“ – Nein, das ist kein Kalenderspruch aus dem Pirelli-Kalender, das ist einfach nur irgendein Kalenderspruch. Wahrscheinlich von einer beliebig bunten AWO-Postkarte, mit Wolken und Sonne drauf. Kann ich nich` ab, solche Lebensrezepte! Deswegen folgendes: Wir backen uns jetzt unser eigenes Turnierchen. Oder braten… oder kochen… oder aaaah: destillieren!!! – das wäre bei uns wohl die richtige Wortwahl… So, wir destillieren uns jetzt das Ranglistenturnier Dierhagen 2018 zusammen.

Die ostseeschmuggler Winzer sorgten für die nötigen Zutaten. In mühevoller Pflückerei vermengten sie als Grundessenz gutes Wetter, ein traumhaftes Geläuf, flüssige Erquickungsgetränke und Dixie-Toiletten. Die letztgenannten Essenzen sollten nicht miteinander verwechselt werden, oder wenn doch: verwendet einen langen Strohhalm! Bevor man diese Grundzutaten in den großen Beach-Bottich tuen tut, muss dafür gesorgt werden, dass jegliches Touristen-Geschmeiß die Lese nicht verdirbt. Beim Trauben-Treten am Freitagabend fiel uns jedoch auf, dass Irmgard und Gottlieb aus Bitterfeld, die ungünstigerweise ihren Jahresurlaub in Dierhagen gebucht hatten, doch noch unbedingt schnell dem Sonnenuntergang beiwohnen wollten, wohl wissend, dass deren Sonnenschutz und dazugehörige Wurfmuschel mitten in unserer geplanten Beachfeld-Einflugsschneise zementiert waren. Da wir nicht bis zur Geisterstunde warten konnten, mussten wir hier erste Abstriche hinsichtlich der idealen Felderanordnung vornehmen. Dies sollte uns bei der ersten Verkostung seitens der Beacher am Samstag auf die Füße fallen. Einige Damen-Felder waren trotz Strandreinigung schwer bespielbar. Dafür entschuldigen wir uns. Nächstes Jahr gehen wir auf der einen oder anderen Seite wohl doch noch mal besser mit`m Kamm drüber.

Diese Grundzutaten werden nun eine Nacht in den Kühlschrank gestellt. Am nächsten Morgen erfolgt die Vermengung mit 92 sexy Beachteams, einem mit Ostseealgen befüllten Swimmingpool und mit ganz viel alter Musik. Die Vorrunde verlief relativ unspektakulär, allerdings verhalf das Badeverbot in Höhe des Orga-Zeltes zu ungeahnten Flachköppern gen eben erwähntem hygienisch einwandfreien Pool am Bierwagen. Ach Ali, herrlich!!! Du verewigst dich jedes Jahr aufs Neue!!! Die, die keinen Schattenplatz ergattern konnten, mussten sich dann zwangsweise mit Campari-O begnügen.

Ach so, an dieser Stelle ein kleiner historischer Exkurs: Irgendwann fuhr ein Schiff an besagtem Strandufer auf Grund. Grund: alle voll (und schlechtes Wetter). Aber keine Angst, keiner verletzt. Das Baden war jedenfalls verboten. Das nahmen nur wenige ernst. Wir sagen: „Glück gehabt! So ein Elfenbeinkompass von 1920 eitert schlecht raus!“ Aber dieses Wrack (hiermit ist nicht Max bei der Morgentoilette gemeint) verhilft uns zur nächsten Zutat für unser Gebräu: eine ordentliche Prise Abenteuer! Viele Beacher ärgerten sich, ihre professionelle Schatztaucherausrüstung nicht dabei gehabt zu haben (Ja, is ja gut, ich weiß, langsam wird es albern).

Samstagabend war ich zwar anwesend, hab mir die ganzen Ereignisse zwecks Fremdschäm-Selbstschutz aber bewusst nicht erzählen lassen. War wohl ganz nett. Herzlichen Glückwunsch zum 29. Geburtstag, Mugging!!!

Die Double-Out-Spiele am Sonntag verliefen nach Plan und zügig. Respekt an die Mannschaften, die sich durch den Loser-Pool bis ins Halbfinale durchquälen mussten. Und dann kam die Wand (schöner Titel für den nächsten Sat.1-Film-Film). Wir lagen ganz hervorragend in der Zeit, aber gegen 16 Uhr verdunkelte sich die Strandarena. Odin schickte, passend vor der letzten Finalrunde, Blitze, Regen und schlechte Laune. Mag vielleicht daran gelegen haben, dass wir es in diesem Jahr erstmalig unterließen, die Torfrock-Hymnen gottesfürchtig und opfergabenbereitwillig gen Ostseewasser zu grölen. Entschuldigung, Odin! Nächstes Jahr schlachten wir ein blutbeschmiertes Lamm und laufen nackig, hörnerbehangen und mantraartig um ein riesiges Wikingerfeuer.

Odin hatte von uns in den vergangenen Jahren jedoch genügend Lobpreisungen erfahren. Anders ist es nicht zu erklären, dass der Twister unseren Strand nicht erreichte und nur um wenige Kilometer verfehlte. So konnten wir doch noch alle Finalspiele fristgerecht durchführen. Herzlichen Glückwunsch an alle unverhofften und erhofften Platzierten. Es waren wirklich sehr ansehnliche und attraktive Spiele (bei den Männchen wie bei den Weibchen).

Zu guter Letzt noch einen kleinen Touch Life-Massage in die Suppe gießen. Ja, der Name ist Programm. Ich soll schön grüßen. Noch nie hatten die Masseure quantitativ solch hübsche Körper unter den Pranken (na ja, von den verkalkten Urlauberna Irmgard und Gottlieb mal abgesehen). Ab und zu war ein leichtes Schnarchen aus dem grünen Zelt zu hören. Ihr habt vielleicht luftige Bauchfalten!

Garnieren tun wir das wie üblich mit Melonen, Gurken, Gummibärchen, Weintrauben, Äpfeln, Bananen, Ananassen (häääää? – und wie lautet der Plural von „Singular“?), Salzstangen und Tomaten. Fertig ist das Destillat! (och Mist, eigentlich wollte ich das Wort „Obst“ dieses Jahr aufgrund von offensichtlicher Selbstweihberäucherung mal weglassen (Mist, ich hab das Wort „Obst“ vorher gar nicht gesagt)). Na gut, jetzt ist auch egal: Obst, Obst, Obst

So, lieber Leser/liebe Leserin , nun dürft ihr unser Edelbeachgebräu „2018er Goldschmückchen“ kosten. Die Zunge mal fix an die Starkstrom-USB-Buchse angedockt und…. hmmmm…. leicht torfig (sagt der Notarzt)…

Bis zum nächsten Jahr!!!

Danke an alle!!!

Besondere Dank an: Käp`n, Vaddern, Jule, Muddern, Christin, Michael und Anhang, alle BWOSler (!!!), Uwe, Ali und Anhang, Watze, activebeach, TSV Graal-Müritz und und und (ich hoffe, ich habe niemanden vergessen)…

Gehabt euch wohl!!!

Euer BWOS